Eidechsen in Deutschland

Seit einigen Jahren haben die heimischen Eidechsenarten mein Interesse geweckt.

So richtig verbreitet sind eigentlich in Deutschland "nur" fünf Eidechsenarten.

Hierzu zählen die Zauneidechse (Lacerta agilis), Mauereidechse (Podarcis muralis), Waldeidechse (Zootoca vivipara) und die Smaragdeidechse (Östliche / (Lacerta viridis) ) sowie (Westliche /(Lacerta bilineata) )

 

Eine weitere heimische Art ist die Blindschleiche (Anguis fragilis), diese zählt ausdrücklich nicht zu den Schangen, sondern ist eine beinlose Eidechse.

 

Alle hier genannten Arten stehen in Deutschland unter Naturschutz.

 

Zauneidechse

Die Zauneidechse ist eine mittelgroße, gedrungen wirkende Eidechse, die eine Körperlänge von bis zu 24 cm erreichen kann. Die Tiere sind auf der Oberseite in ihrer Grundfärbung gelbbraun, graubraun bis braun gefärbt. Der Rücken ist seitlich mit jeweils einem hellen, gelblichweißen Längsstreifen gezeichnet, der vom Kopf bis zum Schwanz reicht. Dazwischen liegt ein breiter, rostroter bis brauner Mittelstreifen, der mit dunklen Fleckenreihen versehen ist. Auch die Körperseiten tragen ein dunkles Fleckenmuster, das zum Teil aus schwarz umrandeten weißen Augenflecken besteht. In der Paarungszeit wechselt die Körperfarbe bei den Männchen an den Körperseiten und der Kehle in eine auffällige Grünfärbung. Die Tiere ernähren sich bevorzugt von Insekten, Spinnen, Tausendfüßlern und Würmern.

 

Die Zauneidechse bewohnt strukturierte, offene Lebensräume mit teilweise aus vegetationsarmen und grasigen Flächen, Gehölzen und verbuschten Bereichen. Heute kommt sie vor allem in Heidegebieten, auf Halbtrocken- und Trockenrasen sowie an sonnenexponierten Waldrändern, Feldrainen und Böschungen vor.

 

Im Winter verkriechen sich die Tiere in frostfreien Verstecken, welche die Tiere im weichen Untergründen selber graben oder in verlassenen Kleinsäugerbaue. Die Winterruhe endet Ende März / Anfang April.

 

In NRW gilt die Zauneidechse als "stark gefährdet"

 

(Textquelle teilweise aus: http://artenschutz.naturschutzinformationen.nrw.de/artenschutz/de/start)

junge Zauneidechse
junge Zauneidechse

Mauereidechse

Die Mauereidechse ist eine mittelgroße, deutlich abgeflachte Eidechse, die eine Gesamtkörperlänge (incl. Schwanz) von 15 bis 18 (max. 20 cm) erreicht. Die Oberseite der Tiere ist graubraun bis braun gefärbt und mit einem schwarzen Fleckenmuster gezeichnet. Oftmals verläuft an den Rückenseiten jeweils ein heller Längsstreifen vom Kopf bis zum Schwanz. Die Körperseiten sind stets mit einem dunklen Seitenband gezeichnet, das aus einem dichten schwarzen Fleckenmuster besteht. Die Bauchseite ist rot, orange oder gelblichweiß gefärbt, und rostrot bis braun gefleckt, bisweilen auch ungefleckt. Bei den Männchen sind die Bauchrandschilder oftmals leuchtend blau gefärbt. Die Tiere ernähren sich vor allem von Insekten, Spinnen, Tausendfüßlern, Asseln, seltener von Früchten.

 

Als eine typische „Kletter-Art“ kommt die Mauereidechse ausschließlich in felsigen und steinigen Lebensräumen vor. Sie bevorzugt offene, südexponierte, sonnenwarme Standorte, die weitgehend vegetationsfrei oder nur schütter bewachsen sind. Zugleich müssen genügend Spalten und Hohlräume als Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Ursprüngliche Lebensräume sind Felsen, Abbruchkanten, Geröllhalden oder steinige Trockenrasen. Sekundär kommt die Art auch an Steinmauern, Ruinen, Bahnanlagen, Uferbefestigungen, in Steinbrüchen oder Weinbergen vor. Im Winter verstecken sich die Tiere in frostfreien Verstecken wie Felsspalten oder natürlichen Hohlräumen, seltener in selbst gegrabenen Quartieren.

 

(Textquelle teilweise aus: http://artenschutz.naturschutzinformationen.nrw.de/artenschutz/de/start)

 

 


Waldeidechse

Die Waldeidechse ist mit einer Gesamtlänge von max. 18 cm die kleinste heimische Eideche. Charakteristisch sind ist der etwas rundlicher Kopf, ihre kurzen Beine und ihr kurzer kräftiger Schwanz.

Die Rückenfärbung von Waldeidechsen variiert zwischen einem hell bis dunkelbraun, wobei es auch hier gänzlich schwarz gefärbte Exemplare (Schwärzlinge) gibt.

Auf der Rückenmitte ist ein dunkelbrauner bis schwärzlicher Rückenstreifen, der bei den Männchen häufig in Einzelelemente aufgelöst ist. Die dunkler braun gefärbten Flanken werden von weißlichen Längsstreifen abgegrenzt.

Die Bauchseite der Männchen ist auf gelblich bis orangenem Grundton deutlich schwarz gepunktet, wohingegen die Unterseite der Weibchen ohne deutliche Fleckung weißlich, gräulich oder nur schwach gelblich gefärbt sind.

 

Die Waldeidechse besiedelt relativ feuchte Lebensräume oftmals mit mittelhoher Vegetation wie z.B. nasse Wiesen und sumpfige Bereiche an Seeufern und Flüssen sowie Hoch- und Niedermoore. Auch an Waldrändern, in Heiden, Sanddünen und auf alpinen Matten ist diese Art anzutreffen.


Smaragdeidechse (westliche)

Die Smaragdeidechse ist eines der farbenprächtigsten Tiere der heimischen Fauna.

In Deutschland sind zwei verschiedene Arten heimisch; die westliche und die östliche.

Allerdings sind beide fast ausschließlich nur als Jungtiere zu unterscheiden.

Mit bis zu 40cm ist es die größte in Deuschland vorkommende Eidechse.

Die Vorkommen beschränken sich aktuell nur noch auf einige inselartige Populationen, wie z. B. im mittleren Rheintal sowie an den Hängen der unteren Mosel.  Einige Vorkommen sind desweiteren am Kaiserstuhl und im mittleren Lahntal nachgewiesen worden.

Smaragdeidechsen ernähren sich von größeren Insekten, Spinnen, Schnecken, selten von jungen Mäusen, kleineren Reptilien und Beeren.


Blindschleiche

Die Blindschleiche war Reptil des Jahres 2017.

 

Die Blindschleiche ist ebenfalls eine Echsenart und gehört zur Familie der Schleichen. Oft wird sie mit einer Schlange verwechselt. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zu den Schlangen ist das "leichte" Abbrechen des Schwanzes.

Des weiteren, das für alle Schleichen typische Vorhandensein von beweglichen Augenlidern und äüßeren Gehöröffnungen, letztere sind allerdings durch Schuppen verdeckt.

Erwachsene Blindschleichen zeigen verschiedene Braun-, Grau- oder Gelbfärbungen.
Der gesamte Körper ist meist mehr oder minder stark glänzend. Die Tiere erreichen eine Maximallänge von bis zu 50cm.  Die Hauptnahrung sind Insekten, Spinnen, Regenwürmer und Nacktschnecken.